Sevilla

Sevilla ist die Hauptstadt der Autonomen Region Andalusien. Die Stadt ist ein wichtiger Industrie- und Handelsplatz und Touristenzentrum. Sevilla liegt zu beiden Seiten des bis hierhin auch für Seeschiffe befahrbaren Guadalquivir, in einer weiten und fruchtbaren Ebene. Mit ihren zahlreichen Türmen bietet Sevilla von allen Seiten einen imposanten Anblick.

Sevilla – vielleicht eine Gründung der Phönizier – war bereits vor der Ankunft der Römer ein wichtiges Handelszentrum und hieß im Altertum Hispalis. Es soll die Hauptstadt des sagenhaften Reiches Tartessos gewesen sein.

Sevilla – vielleicht eine Gründung der Phönizier – war bereits vor der Ankunft der Römer ein wichtiges Handelszentrum und hieß im Altertum Hispalis.

Híspalis war eine der bedeutendsten Siedlungen in der Provinz Baetica und wurde mehrfach von Kaisern besucht.

Die Mauren, islamisierte Berber, eroberten die Stadt 712, ein Jahr nach der entscheidenden Niederlage der Westgoten, und machten sie zur Hauptstadt einer Provinz und formten den Namen Híspalis zu Išbīlijja (إشبيلة)um, woraus der Name Sevilla abgeleitet wurde. Nach dem Sturz des Kalifats von Córdoba etablierte sich, zunächst unter einem Scheinkalifat in Sevilla mit dem Richter Abbad I. die Taifendynastie der Abbadiden, die die Stadt in ihre erste Glanzperiode führten. Unter den Almohaden wurde Sevilla zur wichtigsten Stadt in al-Andalus; prestigeträchtigstes Bauwerk war die große Moschee, deren Minarett im unteren Teil der Giralda noch erhalten ist. Auch die Torre del Oro stammt in ihren Grundmauern noch aus dieser Zeit, sie war Teil einer Sperranlage gegen feindliche Schiffe.

Nach mehrmonatiger Belagerung im Rahmen der Reconquista von Ferdinand III. von Kastilien erobert und blieb seitdem im Besitz der christlichen Spanier.

Internationale wirtschaftliche Bedeutung erhielt die Stadt im 16. und 17. Jahrhundert, als sie Hauptumschlagplatz des spanischen Seehandels und Zentrum der spanischen Kunst, namentlich der Malerei, war. Amerigo Vespucci und Ferdinand Magellan planten und starteten hier ihre Entdeckungsreisen. Die Casa de Contratación war das spanische Verwaltungszentrum für alle amerikanischen Angelegenheiten, in der ehemaligen Börse von Sevilla (Casa Lonja de Mercaderes) ist daher bis heute das Indienarchiv untergebracht.

Als Folge des Spanischen Erbfolgekrieges verlor das im Krieg prohabsburgische Sevilla 1717 das transatlantische Handelsmonopol an das von den Bourbonen begünstigte, im Krieg probourbonische Cádiz. Zu dieser Entscheidung trug maßgeblich auch die zunehmende Versandung des Guadalquivir bei.

Sehenswürdigkeiten:

  • Die Kathedrale von Sevilla ist die Bischofskirche des Erzbistums Sevilla in Sevilla. Sie ist größte gotische Kirche der Welt und eine der größten Kirchen der Welt. Sie wurde 1401–1519 erbaut, steht seit 1928 unter Denkmalschutz und gehört seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO.
  • Giralda. Das Minarett der alten maurischen Moschee, heute Turm der Kathedrale, Giralda genannt, ist das Wahrzeichen der Stadt. Der Turm ist der Rest der einstigen Moschee aus dem Jahr 1184, und war damals eines der höchsten Bauwerke der Welt.
  • El Alcázar ist der mittelalterliche Königspalast von Sevilla. Ursprünglich als maurisches Fort angelegt, wurde der Alcázar später mehrfach zum Palast erweitert. . Der Palast ist eines der am besten erhaltenen Beispiele für die Mudéjar-Architektur.
  • Torre del Oro. Der Turm wurde im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts im Auftrag des von den in Marrakesch (Marokko) residierenden Almohaden eingesetzten Gouverneurs Abū l-ʿUlāʾ errichtet.
  • Die Plaza de España ist einer der bekanntesten Plätze in Sevilla, Als Sevilla 1929 die Iberoamerikanische Ausstellung veranstaltete, wurden viele Gebäude für die Ausstellung im Maria Luisa Park errichtet, unter diesen die Plaza de España von Aníbal González .
  • Triana. Triana und Sevilla sind unzertrennlich und doch grundverschieden. Triana steht für sich allein und ist doch ein fester Bestandteil von Sevilla und Sevilla wäre ohne Triana nicht dieselbe Stadt.
  • Santa Cruz. Dieses bestand aus den beiden Stadtteilen „Santa Cruz“ und „San Bartolomé“. In seiner Geschichte spielt König Ferdinand III, welcher die Stadt aus den Händen der Araber zurückeroberte, eine wichtige Rolle.

 

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